Risiken

Die Risiken von Cannabiskonsum lassen sich nicht pauschal darstellen, sondern sind vor allem von den Konsummustern und der Konsummotivation abhängig. Je nach Beginn (Alter), Dauer und Häufigkeit sowie Dosierung des Konsums sind vor allem auch die Funktion und Bedeutung des Konsums entscheidend, um das Risiko verlässlich abschätzen zu können.

Typische Auswirkungen von Konsum sind

  • die Beeinflussung der Konzentrations- und Merkfähigkeit, d.h. man driftet häufig in Gedanken oder Gefühlen ab. Das ist einerseits gewünscht, führt aber in der Schule oder am Arbeitsplatz dazu, dass man den Stoff nicht mehr bewältigen kann, die Arbeit nicht erledigt und  insgesamt Motivationsprobleme hat und unzufrieden ist.
  • Insgesamt eher gebremster Elan und Initiative, d.h. auch wenn man “nur” abends kifft, hat das Auswirkungen, morgens aus dem Bett zu kommen.
  • Entstehung und Verstärkung schulischer und/oder familiärer Probleme

Mittel- und langfristige Auswirkungen

  • Störungen der Lern- und Konzentrationsfähigkeit bei jungen Konsumenten, also in der Pubertät und Adoleszenz. Es gibt Menschen, die eine durch Konsum verursachte Psychose erleiden.
  • Es ist umstritten, ob Cannabis auch langfristige Auswirkungen auf die kognitiven Fähigkeiten eines Menschen, wie z.B. die Minderung des IQ oder ähnliches hat.
  • Bei regelmäßigem Konsum Gewöhnung und ggf. Abhängigkeit

Was passiert bei einer Überdosierung?

Bei einer Überdosierung sind extremer Schwindel, Übelkeit bis zum Erbrechen, Herzrasen und Kreislaufprobleme möglich. Es kann zu Angstzuständen, Verwirrung, Verfolgungsideen und Halluzinationen kommen. Im schlimmsten Fall können durch den Konsum Psychosen ausgelöst werden: Das sind psychische Störungen, die in einer psychiatrischen Einrichtung behandelt werden müssen.

Was tun bei Notfällen?

Cannabiskonsum kann in bestimmten Fällen zu körperlichen und psychischen Problemen führen. Sollte es jemandem im Zusammenhang mit Drogenkonsum schlecht gehen, sollte man sich zur Verfügung stellen, zu helfen und die Person nicht alleine lassen. Sollten Schwindel oder akute Übelkeit auftreten, können ein Schluck Wasser oder frische Luft helfen. Wenn die Beschwerden jedoch nicht von allein verschwinden, negative Gefühle, “Film fahren” oder Kreislaufprobleme beobachtet werden, sollte ein Notarzt unter der Telefonnummer „112″ verständigt werden. Ärzte stehen im Übrigen unter Schweigepflicht. Die Gesundheit ist auf alle Fälle wichtiger als die Sorge vor rechtlichen Konsequenzen.

Mädchen mit Joint