Cannabis 🌿+🚬

Was hab ich damit zu tun?

Kompakte Informationen zum Thema Cannabis und welche Beratungsmöglichkeiten es in Hamburg gibt.

„Aus ab und zu wurde schnell jeden Tag. Dann gingen die Probleme los. 😒 Mir geht’s besser ohne.

Cannabis Fakten 💡

Ist Kiffen normal?

Du hast noch nie gekifft und fragst dich, ob das normal ist? Ja! Studien zeigen, dass etwa 90 Prozent der unter 18-Jährigen noch nie Cannabis konsumiert haben.

Ist Kiffen erlaubt?

Zum 1. April ist in Deutschland das Cannabisgesetz (kurz CanG) in Kraft getreten. Mit dem Gesetz wird der private Eigenanbau durch Erwachsene ab 18 Jahren zum Eigenkonsum sowie der gemeinschaftliche, nicht-gewerbliche Eigenanbau von Cannabis in Anbauvereinigungen legalisiert.

Für Jugendliche unter 18 Jahren bleiben Erwerb, Besitz und Anbau von Cannabis weiterhin verboten. Die Weitergabe von Cannabis an Kinder und Jugendliche wird bestraft.

Wie wirkt Cannabis?

Cannabis kann je nach Wirkstoffgehalt und Zusammensetzung (Anteil an THC, CBD etc.) und der Art wie du es konsumierst, unterschiedlich wirken. Marihuana bzw. Haschisch hat meist eine entspannende Wirkung. Daher wird es häufig zum Runterkommen oder Chillen konsumiert. Es kann eine gute Stimmung verstärken, so dass du dich „high“ fühlst und viel lachst und redest.

Es kann aber auch das Gegenteil passieren, nämlich, dass du dich unwohl fühlst und nachdenklich oder schräg drauf bist.

Wie lange wirkt Cannabis?

Wie lange Cannabis wirkt hängt vor allem davon ab, wie viel von dem Wirkstoff THC (und anderen Substanzen) in dem Cannabis-Produkt enthalten ist - und auch davon, auf welche Weise es konsumiert wird. Beim Inhalieren mit einem Joint tritt die Wirkung ganz schnell ein und kann bis zu ca. vier Stunden anhalten.

Welche Nebenwirkungen kann Marihuana oder Haschisch haben?

Zu den nicht erwünschten Wirkungen zählen zum Beispiel sich unwohl fühlen oder Schwindel. Cannabis verstärkt in der Regel die eigene Sinneswahrnehmung und so spüren manche zum Beispiel plötzlich ihren Herzschlag und Puls, da er sich durch das Kiffen erhöht. Dies kann beunruhigen, zu Angstgefühlen oder sogar Panik führen und dem Wunsch, dass der Rausch am besten gleich aufhört.

Wie wirkt Kiffen auf den Körper?

Typische körperliche Wirkungen von Cannabis sind die Erhöhung der Puls- und Herzfrequenz, Durst oder die Lust auf Essen (Fress-Flash). THC reduziert deine Reaktionsfähigkeit, was auch Auswirkungen darauf hat, wie du Situationen zum Beispiel im Straßenverkehr einschätzt. Auch rote Augen und Schwindelgefühle treten nach dem Konsum von Gras oder Dope auf.

Du willst noch mehr zu den Risiken von Cannabis wissen?

Risiken und Abhängigkeit 😷

Was ist schon so schlimm daran, hin und wieder zu kiffen?

Der Konsum von Cannabis – wie auch anderen legalen und illegalen Drogen – birgt besonders für dich als jungem Menschen zahlreiche Risiken: z.B. Störungen der Konzentrations- und Merkfähigkeit oder Motivationsprobleme. Schulische und/oder familiäre Probleme können sich durch regelmäßigen Cannabis-Konsum verstärken. Im schlimmsten Fall können sogar Psychosen ausgelöst werden.

Kein Bock auf gar nichts und Stress in der Schule oder mit den Eltern?

Fühlst du dich häufig träge und kriegst dich immer seltener aufgerafft zum Sport, Jugendzentrum oder Shoppen mit Freund*innen? Keine Lust auf Sachen, die dir früher wichtig waren? Kiffen kann dazu führen, dass man antriebslos wird und immer weniger auf die Reihe bekommt. Häufiges Kiffen kann auch dazu führen, dass sich die Schul- oder Arbeitsleistungen verschlechtern und man am liebsten auch gar nicht mehr hingehen würde.

Kann man ohne körperliche oder psychische Folgen kiffen?

Einen Joint zum Einschlafen oder man kommt nur durchs Kiffen zur Ruhe? Der Körper gewöhnt sich an die Entspannung durch Cannabis und schafft es immer weniger, von allein abzuschalten.

Geht nicht mehr ohne?

Erst hast du ab und zu am Wochenende gekifft, mittlerweile aber schon fast jeden Tag? Wer regelmäßig kifft, kann eine Abhängigkeit entwickeln. Eine Sucht entwickelt sich schleichend. Körper und Kopf gewöhnen sich an die Substanz. Derzeit sind ca. 600.000 Menschen in Deutschland von Cannabis abhängig.

Das Leben ist zu kurz zum Abhängen!

Falls dir einige Situationen bekannt vorkommen, dann suche dir professionelle Hilfe. Eine Suchtberatung kann dir dabei helfen, deinen Konsum wieder in den Griff zu bekommen.

Du willst noch mehr zum Thema Cannabisabhängigkeit wissen? Dann schau in unseren FAQ nach oder Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

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@bleibstarkhh

Unterwegs 🚌 im Auftrag der Suchtprävention

FAQ & Infos 🤔

Was ist eigentlich der Unterschied zwischen Marihuana und Haschisch?

Cannabis, Gras, Kraut, Weed, Ganja, Dope, Hasch, Shit, Ott, Piece? Cannabis hat viele Namen und die botanischen cannabishaltigen Produkte werden meist in Form von Marihuana (getrocknete Blüten und Blätter der Pflanze) oder Haschisch (aus dem Harz der Blütenstände) und selten als Haschischöl (konzentrierter Auszug des Cannabis-Harzes) konsumiert.

Was passiert, wenn ich bekifft Roller oder Auto fahre?

Bekifft am Steuer zu sitzen, gefährdet dich und andere. THC ist lange nachweisbar und du verlierst deinen Führerschein schneller, als du denkst. Wenn jemand – auch außerhalb des Straßenverkehrs – mit Cannabis auffällt, wird das der Führerscheinbehörde gemeldet. Außerdem: Bist du dir sicher, bis zu 1.000/ 2.000 Euro für eine MPU (Medizinisch-Psychologische Untersuchung) übrig zu haben?

Kann ich Cannabis im Supermarkt kaufen?

Nein, Cannabis kannst du im Supermarkt nicht kaufen. Es werden aber unterschiedliche Produkte wie Müsli oder Schokoriegel verkauft, die zusätzlich Hanfsamen beinhalten können. Hanfsamen enthalten kein THC und haben in der Regel keine berauschende Wirkung. Trotzdem besteht die Gefahr, dass die Samen bei der Ernte mit THC-reichen Pflanzenteilen in Berührung kommen können.

Wird Cannabis in der Medizin verwendet?

Am 17. März 2017 ist das Gesetz zur Änderung betäubungsmittelrechtlicher und anderer Vorschriften verabschiedet worden, die ermöglichen, dass Cannabis zur Behandlung von chronischen Schmerzen bei schweren Erkrankungen wie zum Beispiel Krebs oder Multiple Sklerose eingesetzt werden kann. D.h. im Klartext: Cannabisarzneimittel können Patient*innen mit schwerwiegenden Erkrankungen verordnet werden, wenn nach begründeter Einschätzung des behandelnden Arztes eine spürbare positive Einwirkung auf den Krankheitsverlauf oder auf schwerwiegende Symptome zu erwarten ist.

Was ist CBD?

CBD ist ein Wirkstoff in der Cannabispflanze, der aber im Unterschied zu THC keine berauschende Wirkung hat und nicht zu einem "High"-Sein führt. Die genaue Wirkung von CBD ist allerdings noch nicht vollständig erforscht. Öle oder Lebensmittel mit CBD sind für Jugendliche unter 18 Jahren verboten.

Was sind synthetische Cannabinoide?

Die in Rausch- oder Kräutermischungen enthaltenen synthetischen Cannabinoide erzeugen beim Rauchen Wirkungen, die denen von Cannabis ähnlich sind. Synthetische Cannabinoide werden künstlich hergestellt und können im Vergleich zu pflanzlichem Cannabis in ihrer Wirkung um einiges stärker sein. Was macht synthetische Cannabinoide so gefährlich? Eine Überdosierung kann unter anderem zu Bewusstseinsverlust, Krampfanfällen, Erbrechen, Herzrasen und verlangsamter Atmung führen sowie akute Psychosen hervorrufen. In Deutschland gab es bereits Todesfälle, die mit dem Konsum synthetischer Cannabinoide in Zusammenhang stehen.

Beratung ☕ in Hamburg

jugend.drogen.beratung. kö

Information und Beratung anonym und kostenlos für Menschen unter 21 Jahren sowie deren Angehörige und Bezugspersonen.

T: (040) 42811 2666
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Kajal

Angebote für Mädchen und junge Frauen ab 12 Jahren.

T: (040) 380 69 87
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Suchtpräventionszentrum (SPZ)

Information und Beratung für Schüler*innen, Elternberatung, Elterncoaching und Elterngruppe.

T: (040) 428842 911
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Weitere Suchtberatungsstellen für Kinder, Jugendliche und deren Angehörige:

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